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Abgaswärmetauscher




Abgaswärmetauscher

Die Geräte wurden ursprünglich für die Industrie, unter anderem für Blockheizkraftwerke und die Energiewirtschaft, entwickelt, finden aber heute zunehmend auch im privaten Bereich Anwendung. Da im Laufe der Jahre die Effizienz der Abgaswärmetauscher gesteigert wurde, können heute sehr viel kleinere Geräte hergestellt werden, die auch bei beengten Platzverhältnissen verbaut werden können.

Der Abgaswärmetauscher wird in das Abgasrohr der Heizung nahe dem Kessel eingebaut und beansprucht ca. 50 cm Platz. Abgaswärmetauscher werden in den Rücklauf der Heizung installiert und erhöhen die Rücklauftemperatur vor dem Heizkessel. Dadurch wird kostbare Energie gespart und gleichzeitig die Umwelt entlastet. Ebenfalls wird auch der private Geldbeutel in einer Zeit sich ständig erhöhender Energiepreise und verknappenden Ressourcen geschont. Bezogen auf die Kosten, die beim Kauf des Gerätes entstehen, hat es sich, von heutigen Energiepreisen ausgehend, schon nach kurzer Zeit amortisiert. Einige Hersteller bieten für den geübten Heimwerker schon Selbstbausätze an, durch die sich die Montagekosten einsparen lassen. Der Heimwerker sollte aber nicht ohne genügend Informationen und Know-how ans Werk gehen, da die Abgaswärmetauscher noch vom Schornsteinfeger abgenommen werden müssen. Die modernen Abgaswärmetauscher sind aus einem robusten Edelstahl gefertigt und somit praktisch wartungsfrei. Eine Reinigung erfolgt in der Regel im Zuge der jährlichen Abgasrohrreinigung und sie müssen nur wie eine Schublade seitlich aus dem Rohr gezogen werden. Ein Abgaswärmetauscher findet nicht nur beim Heizen eines Gebäudes Anwendung, er kann auch ebenso für die Warmwasserbereitung oder zum Erwärmen von Luft in Lüftungsanlagen genutzt werden. Ein Abgaswärmetauscher kann heute schon in Heizungen ab 20 KW Leistung eingebracht werden und kann im Volllast- sowie im Teillastbetrieb betrieben werden.

Die Wärmetauscher eigenen sich ebenfalls für große Anlagen um die 1000 KW Leistung. Sie sind auch unabhängig von der Art des verwendeten Brennstoffes und der Kessel kann mit Öl, Gas oder Festbrennstoffen wie Holz, Kohle oder Pellets betrieben werden. Es ist sogar möglich, auch Kamine mit einem Abgaswärmetauscher zu versehen. Um genügend Rentabilität zu erreichen, sollte die Temperatur der Rauchgase vor dem Abgaswärmetauscher, ca. 130° bis 180° C betragen. In der Entwicklung sind derzeit auch keramische Abgaswärmetauscher, die auch mit niedrigeren Abgastemperaturen zufrieden sind, da die Keramik die Eigenschaft besitzt, Wärme über einen gewissen Zeitraum zu speichern. Abgaswärmetauscher sind auch in den älteren Heizungsanlagen verwendbar. Wer also eine ältere Heizungsanlage besitzt ist gut beraten, wenn er sie mit einem Abgaswärmetauscher ausrüstet, da die Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter der Heizung abnimmt und dadurch die Kosten steigen. Selbst bei den momentan modernsten Heizungen, den Brennwertkesseln, ist der Einbau eines Abgaswärmetauschers noch sinnvoll, bietet er doch noch zusätzliches Einsparungspotential.

Ein "verwandtes" Gerät ist der Ölkühler.